AKKU-Umbau
BN-VF823U
Im Folgenden wird der Akku-Umbau
für folgende Bauteile beschrieben:
-HDD-Camcorder JVC GZ-MG130E
-Original-Akku JVC BN-VF808U
(7,2V, 730 mAh, 90 min Laufzeit)
-Austausch-Akku Replace
BN-VF823U (7,2V, ca. 2300 mAh, 280 min Laufzeit)
Der Ersatzakku (hier BN-VF823U),
welcher z.B. bei einem Internet-Auktionshaus ca. zu einem Zehntel des
Preises des Pendants des Herstellers
erhältlich ist, zeichnet
sich durch folgende Merkmale aus:
1) exterm große Bautiefe
(Großteil davon
Platzverschwendung, da nur für die Steckdose des Kabels
benötigt).
2) Betrieb nur
möglich mit einem extrem häßlichen,
unkomfortablen extra Kabel, welches in Akku +
Netzteilanschluß
des Camcorders angesteckt sein muß um den Akku überhaupt
nutzen zu können (dies bemerkt manch einer erst nach
dem Kauf, da das seeeehr gern vom Verkäufer im Artikeltext bei
Auktionen verschwiegen bzw. sehr gut versteckt wird).
3) Gleichzeitig kein Netzteil anschließbar.
4) Aufladen des Akkus nur mit extra Ladegerät möglich.
5) Aber: Sehr lange Akkulaufzeit.
In den oberen fünf Bildern ist der Ausgangszustand dargestellt,
auch mit dem genannten Kabel.
Das alles ist sehr unkomfortabel aber dennoch kein Grund zum
Verzweifeln. Denn der Umbau des Austauschakkus ist bei Vorhandensein
des Originalakkus kinderleicht möglich. Außerdem kann man
den
Originalakku anschließend mit der Kabel-Gehhilfe bestücken
und hat somit
immernoch einen Ersatzakku für die Not.
Für den Umbau
benötigt wird folgendes Equipment:
- eine Säge/ scharfes Messer oder besser ein Dremel o.ä.
- Lötkolben + Zubehör
- Klebeband
- Schraubendreher o.ä. (zum Aushebeln aus dem Gehäuse, da
verklebt)

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Im ersten Schritt wird
zunächst am Fußende das Gehäuse aufgesägt (siehe
Bilder). Vorsicht dabei, damit man nicht bereits schon die flachen
Leitungen
durchtrennt, welche direkt darunter liegen oder gar durch
Überbrücken einen Kurzschluß verursacht und evtl.
Schaden an der Elektronik anrichtet.
Ist das Aufsägen geschafft
kann man den hinteren Teil des Gehäuses abnehmen (Bild 1+2). Zum
Vorschein kommt die Steckdose, welche ca. 2 cm
Bautiefe "schluckt". Wie in Bild 3+4 dargestellt kann man dann den
vorderen Teil des Gehäuses abhebeln, welcher jedoch mit dem Akku
verklebt
ist, weshalb sich ein Schraubendreher oder ähnliches
Hebelinstrument gut eignet. Auch hier VORSICHT, dass kein
Kurzschluß durch Überbrücken
mehrerer Kontakte verursacht wird!
Ist dies geschafft hat man den "nackten" Akku samt Platine + Steckdose
getrennt vom Gehäuse vor sich.
Bei dem Original-Akku geht man
genauso vor. Oben abgebildet ist der geöffnete Akku. Hier befindet
sich im Gegensatz zu dem
Austausch-Akku die Platine an der Vorderseite samt der Kontakte. Alle
vier Kontakte sind beim Original-Akku belegt. Beim Austausch-Akku
dagegen sind nur die beiden äußeren Kontakte belegt, die
inneren beiden sind "tot".
Daher ist dieser vermutlich auch nur mit dem unpraktischen Extra-Kabel
nutzbar.
Wie oben zu sehen, sind die
Kontakte der Vorderseite mit drei langen Leitungen, die um den gesamten
Akku gehen, mit der Platine
auf der Rückseite verbunden. Die Platine wird nun abgelöst
und diese drei Kabel gekappt.
Danach verbleiben noch drei Kontakte mit denen die Platine direkt mit
den Polen der einzelnen Akkuzellen verbunden ist.
Das sind zwei Kontakte oben und einer unten.
Genau diese drei Kontakte sind auch an der Platine des Original-Akkus
mit den Akku-Zellen dort verbunden.
Diese drei Leitungen werden nun ebenfalls gekappt, bei beiden Akkus.
Hier oben zu sehen sind nun beide
Akkus und die dazu gehörigen Platinen. Oben sind also zwei
Kontakte und unten einer von den Akku-Zellen.
Das ist die gekappte Platine des
Original-Akkus von hinten (linkes Bild) und von vorn (rechtes Bild).
Schön zu sehen die drei erwähnten Kontakte.

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Die Platine des Original-Akkus wird
nun einfach mit den drei Kontaktpunkten zu den Akku-Zellen
verlötet. Die Seite mit den 4 Stromabnehmern
muß natürlich nach oben. Anders herum würde es auch
nicht gehen. Man kann hier eigentlich nichts falsch machen, da die
Kontakte nur in einer Position
aufeinander passen. Ist die Platine so verlötet ist der Umbau des
Austausch-Akkus im Prinzip schon abgeschlossen.
Nun sind, wie zuvor beim Original-Akku, alle vier Stromabnehmer belegt
und der Akku kann ganz normal verwendet und auch geladen werden.
(Info: Prüft man
an den Stromabnehmern nun die Spannungen, so bitte nicht wundern. Es
werden wirre Spannungen oder gar keine angezeigt. E sind also
[noch] nicht die Spannungen wie am Original-Akku messbar [ca. 7,2 Volt
jeweils zwischen + und jedem der drei übrigen Kontakte]. Das ist
kein Grund
zur Sorge oder Angst, etwas falsch angeschlossen zu haben. Die
"richtigen" Spannungen werden erst nach dem ersten Anschließen
und Einschalten
des Camcorders angezeigt. Vermutlich erfolgt dabei dann eine
initiale Kalibrierung. Dann ist alles wieder normal.)

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Es bleibt nun also nur noch das
Gehäuse. Hier muß man eben genau so viel vom
Ausgangs-Gehäuse abschneiden, dass es genau die richtige
Tiefe für den "neuen" Akku hat. Hier zu sehen ist, dass der
Fuß und der Mittelteil vom Austausch-Akku und die Rückseite
vom Original-Akku
zurechtgeschnitten wurden und man also ein "Puzzle" aus drei Teilen
hat, welches mal auf den Akku fedelt.

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Die drei Teile werden an den
Nahtstellen am besten miteinander verklebt und sind zur besseren Optik
hier noch mit schwarzem,
selbstverschweißendem Isolierband umwickelt. Danach ist der Akku
fertig.
Nun kann man die Kontakte an der Platine des Austausch-Akkus noch
stutzen und eben so die drei Kontakte mit den Zellen des Original-Akkus
verlöten. Dann hat man daraus noch einen Ersatz-Akku. Der ist nun
aber, wie zuvor der Austausch-Akku, nur wieder mit dem Kabel nutzbar und
hat aufgrund der Steckdose auf der Rückseite auch eine
größere Bautiefe als der Original-Akku zuvor.
Aber immerhin hat man nochmal 90 min Akkuzeit als Reserve.
Wie hier zu sehen ist der Akku zwar
immernoch ein ziemliches Monstrum aber immerhin ca. 2 cm weniger tief
als zuvor.
Wichtigster Vorteil aber, dass man das lästige Kabel los ist und
den Akku ganz normal nutzen
kann.
Nutzt man den gebauten Akku das
erste Mal, zeigt er als Dauer immernoch die 90 min. des ehemaligen
Original-Akkus an. Vermutlich ist
auf der Platine da noch etwas "Erinnerung" da. Nachdem man den Akku
aber mal "leer gefilmt" und wieder aufgeladen hat (oder vielleicht auch
erst
nach dem zweiten Zyklus) zeigt er dann auch im Status die volle
Laufzeit. Bei dem hier verwendeten Akku satte 280 min (auf dem Bild ist
schon
ein Paar Minuten gefilmt worden). Ich habe auch testhalber
tatsächlich mal am Stück knapp 5 Stunde Video aufgenommen.
Nun Viel Spaß beim Filmen!